Zum Inhalt springen

Deine Geschichte auf Social Media

|
19. August 2026
Hand zieht ein rotes Buch mit dem Titel „Storytelling für Social Media“ aus einem Bücherregal.

Du fragst dich, wie dein Content mehr Menschen auf Social Media erreichen kann? Ein wichtiger Treiber für Reichweite ist Relevanz. Relevant ist, was Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ok, das ist etwas vereinfacht, aber Social Media-Algorithmen sind zu komplex für einen Blogartikel.

Darum: Dein Content braucht Aufmerksamkeit. Dabei hilft Storytelling. Was du beim Geschichtenerzählen auf Social Media beachten musst - das liest du jetzt.

Inhalt

Geschichten als Anker in der Contentflut

Geschichten begleiten uns Menschen unser ganzes Leben lang. Von der Gute-Nacht-Geschichte, über erste Kinderbücher bis hin zu Podcasts, Filmen und Serien. Sie unterhalten uns.

So sehr wir Menschen uns nach Geschichten sehnen, so unterliegt auch das Geschichtenerzählen Veränderungen. Insbesondere auf und durch Social Media. Aufmerksamkeit ist ein rares Gut. Auf Instagram oder TikTok entscheiden Sekundenbruchteile, ob ein Nutzer zum nächsten Inhalt weiterscrollt oder einen Beitrag länger betrachtet. Das stellt Geschichtenerzähler vor eine Herausforderung.

Bekannte Erzähltechniken, wie die Heldenreise, unterliegen einem Muster aus verschiedenen, aufeinander folgenden Akten. Ein lineares Erzählformat. Einzelne Teile bauen aufeinander auf. Ein Protagonist durchläuft diese Erzählung. Sie erzeugt einen Spannungsbogen. In Zeiten von linearer Unterhaltung hat das funktioniert. Ein Geschichtenerzähler erzählte eine Geschichte - Menschen hörten zu. Ein Film lief im Fernsehen - Menschen schauten zu.

Der Aufbau einer Heldenreise

Ein Protagonist bzw. Held durchlebt unterschiedliche Etappen im Laufe der Geschichte.

  1. Ausgangssituation

  2. Konflikt/Herausforderung

  3. Spannungsaufbau

  4. Lösung

  5. Happy End

Star Wars, Herr der Ringe, Harry Potter. Insbesondere Filme orientieren sich an der Erzähltechnik der Heldenreise.

Social Media? Eine Storytelling-Herausforderung

Auf Social Media haben Nutzer die Möglichkeit, sich durch ein einfaches Scrollen dem Weiterzuhören oder Weiterzuschauen zu entziehen. Weil die Geschichte sie nicht in den ersten Sekunden überzeugt hat. Weil sie nicht die Aufmerksamkeit mitbringen, sich den Aufbau eines Spannungsbogens und Erzählstrangs zu widmen. Sie wollen unterhalten werden - sofort oder eben beim nächsten Beitrag.

Darum funktionieren viele klassische Werbelogiken auf Social Media schlichtweg nicht. Insbesondere auch in Videoformaten. Sie starten in einem Setting, bauen einen Spannungsbogen auf, erzählen eine Geschichte - die dann (fast) kein Nutzer mehr sieht, weil weitergescrollt wird.

Was bedeutet das also für lineare Erzählmuster?

Der Spannungsbogen darf aufgebrochen werden, um Social Media-Nutzer zu unterhalten. Insbesondere bei Social Media-Videos. Das einfachste Mittel, um die Aufmerksamkeit von Nutzern auf ein Video zu lenken, ist eine packende Hook direkt zu Beginn.

User an den Haken nehmen

Eine Hook ist eine kurze Sequenz zu Beginn eines Videos, um Aufmerksamkeit zu fesseln und Nutzer vom Weiterscrollen abzuhalten.

Hook-Muster

  • Visuelle Hook: Visueller Anker, bildstark in Szene gesetzt. Zum Beispiel eine bestimmte Bewegung, ein beeindruckendes Bildmotiv.

  • Verbale Hook: Ein gesprochener Anker. Zum Beispiel eine provokante Aussage oder eine Frage, die im Laufe des Videos beantwortet wird.

  • Tonale Hook: Musik oder Soundeffekt. Sind sie ungewohnt, machen sie neugierig. Sind sie bekannt, erzeugen sie Wiedererkennung.

  • Textliche Hook: Eingeblendeter Text mit prägnanter Message.

  • Einzelne Hook-Elemente können auch miteinander verbunden werden.

Ein solcher Einstieg ermöglicht es, Aufmerksamkeit für den Rest der Geschichte zu generieren. Im weiteren Verlauf der Geschichte können Hook-Elemente erneut aufgegriffen werden. Der eigentliche Spannungsbogen wird so immer wieder durch aufmerksamkeitsstarke Momente aufgebrochen. Dadurch bleiben Nutzer am Ball und verfolgen die Geschichte weiter.

Eine klassische Erzähltechnik wie die Heldenreise behält also auch auf Social Media ihren Grundaufbau, wird aber mit einzelnen aufmerksamkeitsstarken Momenten erweitert, um Social-Media-Nutzer zu unterhalten. So entfaltet die Geschichte ihre Wirkung.

Für dich bedeutet das, Storytelling auf Social Media bleibt für deine Marke essentiell. Um Menschen zu unterhalten und emotional zu binden. Jedoch muss deine Geschichte einen starken Anfang haben, Wow-Effekt inklusive. Und zwischendurch Elemente einbauen, Nutzer bei der Stange zu halten.

Tipp: Kostenloses Webinar zu Storytelling am 24.09.26 von 10 bis 11 Uhr. Da zeigen wir dir, wie du Storytelling konkret umsetzt. Jetzt anmelden!

Gefallen? Dann einfach teilen!

Autor/in

Micha Gab Social Media Marketing

Micha brennt für Brand Management und Markenarbeit – eine Leidenschaft, die er als Stratege bei webnetz voll auslebt. Aufgewachsen an der Schweizer Grenze und fußballerisch immer noch fest beim SC Freiburg verwurzelt, hat er 2011 seine Wahlheimat Hamburg gefunden. Seinen Weg in die Branche fand er über einen Umweg durch die Kultur-PR und das digitale Marketing, was ihn heute besonders prägt: Er weiß, wie sich echte Leidenschaft in nachhaltige Markenstrategien übersetzt. Sein Fokus liegt heute voll auf dem „Big Picture“: von der fundierten Markenführung bis hin zu Social-Media-Strategien, die über das operative Tagesgeschäft hinausgehen.

Webinare

Kommende Webinare passend zum Thema