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Social Media Trends 2026 – Was funktioniert 2026 in den sozialen Netzwerken überhaupt noch?

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25. Februar 2026
Grafik „Social Media Trends 2026“ mit Icons von TikTok, Instagram, YouTube.

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Zusätzlich zu der Ehre mich hier jedes Jahr zu den Social Media Trends des Jahres zu äußern, genieße ich das noch viel größere Privileg, diese auch jährlich mit einer brillanten Kollegin Inga Fromhagen in unserem Podcast webnetz Snacks zu besprechen.

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New Year, new Me? Wirklich? 

Wie auch da diskutiert: Das ganze jährlich zu besprechen, ist eigentlich ein Hohn und gehorcht nur unseren Gewohnheiten: wir alle schmieden Ende Dezember unsere Pläne für das „New Year, New Me“ und fangen ab dem 1.1. nun WIRKLICH wieder an, regelmäßig Sport zu machen. Wie lange halten diese Vorsätze? Circa genauso lange, wie der durchschnittliche Social Media Trend. Daher an alle Hater, die nun rufen: „Warum erst im Februar? Das Jahr ist ja schon fast wieder rum!“ Jede Zeit ist die richtige Zeit für Trends im Social Media. Der Februar ist also genauso gut wie der Januar. Wenn nicht sogar noch besser, denn: über 1-15 Schnellschüsse müssen wir gar nicht mehr sprechen, die haben sich schon erledigt.

 

Folglich kann dieser Artikel nur einen Ausblick über grobe Stoßrichtungen geben und schauen: Welche Langzeittrends bewahrheiten sich? Womit machen wir weiter? Was hängen wir an den Haken? Wer das Ganze lieber diskutiert haben möchte und nicht allein aus der Sicht einer müden Mittdreißigerin: In der aktuellen Folge des oben genannten Podcasts könnt ich euch gern das Ganze von zwei müden Mittdreißigerinnen anhören ;)

Also, gehen wir rein:  

Künstliche Intelligenz als Co-Worker 

Schon in dieser Podcastfolge im Jahr 2023 sagte meine überaus schlaue Kollegin Katharina: „Ich möchte die KI als eine nette Kollegin ansehen, die mich unterstützt.“ Und auch wenn sie im SEA zu Hause ist (also Katharina, nicht die KI), gilt gleiches für Social Media: KI ist 2026 mittlerweile tief in Plattformen und Tools verankert und unterstützt bei vielen Schritten wie z.B. bei:

  • ChatGPT: für die Ideenfindung

  • Canva Magic Studio (generative KI): für die Content-Erstellung

  • Hootsuite: für das Timen der Social Media Posts

  • Brandwatch: für die Performance Analyse

Dies schafft im Marketing eine enorme Zeitersparnis für wiederkehrende, operative Abläufe. Außerdem sorgt KI für mehr Effizienz bei der Leadgenerierung: dank treffsicherer, passender Texte und Bilder, welche die Social Media Zielgruppen zur Interaktion animieren.

Gleichzeitig warnen Expertinnen: KI allein macht Marken nicht einzigartig. Haltung, Werte und Tonalität müssen weiterhin aus dem Marketingteam, also man ahnt es nicht, von Menschen kommen.

KI liefert Rohmaterial, die Menschen liefern die Differenzierung. Wenn ihr hier noch mehr Inspiration möchtet: Am 5. Mai findet wieder unser Webinar „Prompt Workflows für Social Media“ statt. Hier zeigen wir euch, wir ihr die KI zur Lieblingskollegin macht.

UGC Marketing: Vertrauensanker im KI-Zeitalter

Auch schon letztes Jahr aktuell: User Generated Content. Warum? Wegen dem Schlagwort, welches seit ca. 8 Jahren aktuell ist: Authentizität. Warum es auch in diesem Jahr nicht an Bedeutung verloren hat:

Viele User sind zunehmend skeptisch gegenüber “überperfektionierten”, werblichen Videos. Daher ist ein weiterer Social Media Trend 2026: Je mehr KI‑Content in den Feeds auftaucht, desto wertvoller wird echter Social Proof.

Das passende Stichwort hierzu: UGC Marketing! User Generated Content entsteht, wenn die eine Community selbst aus freien Stücken Unboxing-Videos oder Product Reviews erstellen, Experiences und Erfahrungen wie z.B. Urlaube begleiten und teilen. Darin schildern sie in der Regel ihre Erfahrungen mit dem Produkt, wie sie das Produkt im Alltag verwenden und welchen Mehrwert es für sie hat.

UGC Marketing ist authentischer, im Vergleich zu klassischem Influencer Marketing. Denn dort setzen Marken auf etablierte Influencer, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Influencer werden dafür bezahlt, weshalb ihre Botschaften an Glaubwürdigkeit verlieren.

Unsere Tipps für gelungenes UGC-Marketing:

  • Klare Briefings: Fokus auf Nutzen, Erfahrung und Echtheit anstatt auf eine 0815-Werbebotschaft.

  • Verschiedene Formate: Lass Product Reviews, First Impressions, Unboxings oder How‑to’s erstellen. So können Sie Ihrer Zielgruppe verschiedenste Möglichkeiten bieten, sich von Ihren Produkten zu überzeugen.

  • UGC Advertising: Profitiere von UGC‑Ads, denn sie performen besser als klassische Werbevideos.

Social Search & Social SEO dominieren das Discovery‑Verhalten

Auch hierüber hat meine ebenso fantastische Kollegin Marie schon 2023 in unserem Podcast berichtet: Das Suchverhalten ändert sich! Dies wird nun zunehmend spürbar:  TikTok, Instagram und YouTube werden 2026 vor allem von jungen Zielgruppen als primäre Suchmaschine genutzt. Suchintentionen wie „how to…“, Produktvergleiche oder Problemlösungen verschieben sich von Google hin zu Social Media.

Google verliert für diese Zielgruppe zunehmend an Relevanz und erhöht zugleich die Notwendigkeit, sich mit Social Search und Social SEO intensiver auseinanderzusetzen.

Um die sozialen Medien in das Suchmaschinenmarketing zu integrieren, kannst du bspw. folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Keyword Cluster: Recherchiere Suchbegriffe direkt in der TikTok- oder Instagram-App per Auto-Suggest und stelle sicher, dass eure Social Media Profile (Captions, On‑Screen‑Texte, gesprochene Texte, Alt‑Texte) diese Keywords enthalten. Dies steigert eure Sichtbarkeit.

  • Interessen Cluster: Instagram führt mit Your Algorithm ein Feature ein, mit dem Nutzer aktiv bestimmen, welche Inhalte sie sehen wollen. (Achtung: Dieses Feature ist noch nicht in Deutschland verfügbar!) Decke möglichst viele Interessen ab, indem du vielfältige Inhalte produzierst: z. B. Anfänger vs. Fortgeschrittene, Inspiration vs. Knowledge.

  • Search Formate: Erstelle eigene How‑to‑Videos, Q&As, Tutorials und Produktvergleiche. Achte darauf, dass die Inhalte visuell ansprechend und leicht konsumierbar sind — nicht überladen, denn weniger ist mehr. So erhöhst du die Chancen, dass eure Inhalte häufig geteilt werden.

  • Corporate Influencer: Mitarbeitende des Unternehmens geben (über ihre eigenen Social Media Profile) Einblicke in den Arbeitsalltag hinter den Kulissen. So erhält das Unternehmen mehr Reichweite, Sichtbarkeit und Nähe zu potenziellen Kunden oder Bewerbern.

Mehr dazu wie du deinen Content für die soziale Suche optimierst im Social Search Blogartikel

Social Commerce wird zum Standard

Social-Media-Shopping (Social Commerce) wird immer mehr zur Normalität. Es kombiniert Entertainment, Community und Kaufabschluss.
Produkte können direkt aus Videos oder Lives gekauft werden (sog. “shoppable Videos”), ohne die App verlassen zu müssen. Social Commerce verkürzt den Kaufprozess, weil Inspiration, Information und Kaufabschluss in einer einzigen Plattform stattfinden. Nutzer sehen ein Produkt im Feed, erhalten sofort soziale Bestätigung durch Likes oder Bewertungen und können ohne Umwege kaufen. Diese nahtlose User Experience senkt die Entscheidungshürde und fördert spontane, emotionale Impulskäufe.

Mit dem offiziellen Start des TikTok Shops in Deutschland am 31. März 2025 hat Social Commerce einen echten Durchbruch erlebt. Bereits jeder zehnte Online-Shopper in Deutschland hat dort eingekauft.
Allerdings sind viele Kunden in Deutschland noch zurückhaltend, ihre Zahlungsdaten bei TikTok zu hinterlegen. Gute Verkäufe zeigen sich bisher vor allem bei Produkten, die TikTok affin sind und einen Product Cart Value zwischen 20-50€ haben.

Die stärksten Social Media Formate

Und wer durchgehalten hat: jetzt kommt der Teil des Artikels, für den alle überhaupt erst geklickt haben. Was funktioniert denn im Jahre 2026 überhaupt noch? Hier einmal in Häppchen nach Netzwerk gegliedert:

Instagram

2026 ist Instagram stark videozentriert. Reels bleiben der wichtigste Hebel für Reichweite. Außerdem setzt Instagram zunehmend auf personalisierte Feeds (über das Feature “Your Algorithm”) — Inhalte müssen relevant und nutzerorientiert sein.

  • Kurzvideos (Reels) mit klarer Botschaft

  • Inhalte, die Fragen beantworten oder schnelle Tipps geben

  • Interaktive Posts (Quiz‑Karussells, Abstimmungen)

TikTok

TikTok bleibt ultraschnell, stark suchbasierend und extrem creator‑getrieben.
Mit dem TikTok Shop kommen Commerce‑Features direkt in den Feed — von Shoppable Videos bis zu Live‑Shopping.

  • UGC‑Style Videos (authentisch und alltagsnah)

  • Search‑First Content (Tutorials, Q&As und Vergleichsvideos)

  • Shoppable Videos für den TikTok Shop

YouTube

2026 nutzen Marken YouTube viel strategischer: Shorts holen neue Menschen ab, Long‑Form überzeugt und konvertiert.

  • Shorts als Reichweiten-Booster

  • Längere Videos für tiefere Erklärungen, Tutorials, Vergleiche

  • Playlists für Themen‑Cluster (SEO‑Boost) 

LinkedIn

LinkedIn wächst weiter, besonders im B2B. Was sich verändert:
Vertical Videos werden sichtbarer, Inhalte werden lockerer, persönlicher und weniger formell.

  • Vertical Videos (z. B. Learnings, Tipps, Meinungen)

  • Karussells für komplexe Themen

Alles bleibt anders

Wie ihr seht: alles bleibt anders, nichts ist so stetig wie die Veränderung. Wer bietet mehr im „Kalenderblattspruch-Bingo“? Es ist ein wenig wie immer: langfristige Trends bleiben erhalten, verändern aber sich dann doch. Immer up to date bleiben, regelmäßig Artikel & Newsletter lesen, Podcast hören und die richtigen Accounts abonnieren lohnt sich. Denn sonst bewahrheitet sich der wohl schlimmste Kalenderspruch von allen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

 

Und das wollen wir ja nicht!

 

Nur das Beste für euch

Adrienne

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Autor/in

Adrienne Becker Social Media Marketing

Bei webnetz als Online-Marketing-Managerin mit Google Ads gestartet, lebt sich Adrienne seit längerem sowohl kreativ als auch performanceorientiert als Leiterin des Social-Media-Marketing-Teams aus. In Schulungen und als Speakerin bricht sie regelmäßig Lanzen für bedürfnisgerechtes Social Media Marketing. Nach ihrem Masterstudium im Bereich Management & Marketing reiste sie erst mal in die entlegensten Gegenden der Welt. Das Reisen ist nach wie vor ihre größte Leidenschaft - neben dem Online-Marketing.

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