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Google Hotel Ads: Warum Hotels ihre Preisdaten ab 30. September selbst liefern müssen

SEA
|
2. September 2026
Frau am Handy vor einer Reise mit Koffer.

Wer bei Google nach einem Hotel sucht, erwartet sofort verlässliche Informationen: Verfügbarkeit, Zimmertypen und allen voran den passenden Preis. Jahrelang nutzte Google im Hintergrund eine praktische, aber fehleranfällige Abkürzung: Feeds von Drittanbietern und Online Travel Agencies (OTAs) wie Booking.com oder Expedia und auch Google selbst speisten automatisiert Daten ein, sodass Hotelbetreiber auch ohne eigenen Feed in den Hotel Ads gelistet werden konnten.

Damit ist bald endgültig Schluss. Ab dem 30. September stellt Google die Nutzung dieser Drittanbieter-Preise komplett ein.

Für Hotelbetreiber und Online-Marketer bedeutet das eine klare Richtungsentscheidung: Wer ab Oktober in den Preisvergleichen sichtbar bleiben will, muss die Datenhoheit übernehmen und eigene Feeds an Google übermitteln.

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Was sich bei Google Hotel Ads konkret ändert

Bisher reichte es in vielen Fällen aus, Anzeigen zu schalten, während Google die Preise eigenständig über Schnittstellen zu Buchungsportalen oder Aggregatoren zog. Diese Bequemlichkeit hatte jedoch ihren Preis: Ungenaue Daten, verzögerte Raten-Updates oder Diskrepanzen zwischen der Werbeanzeige und dem tatsächlichen Endpreis auf der Website.

Google zieht nun einen harten Schnitt, um die Datenqualität für Nutzer zu sichern. Die Änderungen im Detail:

Google stoppt automatisch beschaffte Fremddaten

Ab dem Stichtag akzeptiert Google keine Preisdaten mehr, die das Unternehmen selbstständig über Drittanbieterquellen beschafft hat. Aber keine Sorge: Drittanbieterpreise bleiben grundsätzlich erhalten – das betrifft insbesondere die Preisdaten, die direkt über deine eigenen Konnektivitätspartner (wie Channel Manager oder Booking Engines) an Google übermittelt werden. Einzig die von Google eigenmächtig bereitgestellten Fremddaten fallen ersatzlos weg. 

Performance Max verliert Hotel-Inventar ohne eigenen Feed

Auch Kampagnen vom Typ Performance Max spielen keine Anzeigen mehr im Hotel Ads Inventar aus, wenn kein eigener Datenfeed hinterlegt ist. Die Anzeigen laufen zwar auf Such- oder YouTube-Kanälen weiter, die wertvollen Hotel-Erweiterungen entfallen jedoch.

Direktbuchungen werden ohne eigenen Feed weniger sichtbar

Ohne eigenen Feed verschwindet das Hotel nicht komplett aus der Google-Suche, wohl aber die eigene Anzeigen-Zeile mit dem Link zur Direktbuchung. Das Feld überlassen Hotelbetreiber damit kampflos den OTAs, die weiterhin ihre eigenen Raten bieten und entsprechende Provisionen kassieren.

Warum eigene Preisdaten für Hotels jetzt zum Vorteil werden

Auch wenn die Umstellung kurzfristig technischen Aufwand bedeutet, bietet sie langfristig enorme Chancen für das Hotelmarketing:

  • Volle Kontrolle über die Raten: Keine fehlerhaften Preise mehr, die von veralteten Drittanbieter-Caches stammen.

  • Stärkung des Direktvertriebs: Gäste buchen bevorzugt direkt beim Hotel, wenn der Preis transparent ist und mit den Portalen konkurrieren kann.

  • Bessere Performance: Ein eigener, hochfrequenter Datenfeed sorgt für eine höhere Preisgenauigkeit bei Google, was sich positiv auf Anzeigenpositionen und Klickpreise auswirken kann.

Preisvergleich in der Praxis: Hotel-Website vs. Booking

Hotel Kutscherstube Website
Hotelwebsite zeigt ein Doppelzimmer für 2 Erwachsene zum Bestpreis von 108 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Hotel Kutscherstube über Booking
Booking.com zeigt ein Doppelzimmer für 2 Erwachsene ab 118 Euro inklusive Steuern und Gebühren.

Handlungsbedarf: So stellst du deine Hotel Ads rechtzeitig um

Da bestehende Kampagnen mit Drittanbieter-Feeds ab dem 30. September nicht einfach umgestellt werden können, müssen die Strukturen sauber neu aufgesetzt werden. Folgender Fahrplan sichert den nahtlosen Übergang:

  1. Status Quo prüfen: Kontrolliere im Google Ads Konto, ob bereits ein verknüpftes Google Hotel Center existiert. Ist kein Hotel Center angebunden, werden die Daten derzeit noch über Drittanbieter bezogen.

  2. Konnektivitätspartner kontaktieren: Der einfachste Weg führt über bestehende Software-Partner. Channel Manager, Booking Engines oder PMS-Anbieter verfügen meist über direkte Google-Schnittstellen (Integrationspartner) und können Raten und Verfügbarkeiten automatisiert an Google übermitteln.

  3. Google Hotel Center aufsetzen: Falls nötig, erstelle ein eigenes Google Hotel Center Konto und verknüpfe dieses direkt mit dem Google Ads Account.

  4. Neue Kampagnen aufsetzen: Richte die Hotel-Kampagnen bzw. Performance-Max-Kampagnen auf Basis des neuen Feeds neu ein, um Unterbrechungen zum Stichtag zu vermeiden.

  5. Datenqualität testen: Validiere vor Ende September, ob Preise, Währungen, Steuern und Verfügbarkeiten in Echtzeit und fehlerfrei übermittelt werden.

Der 30. September ist eine klare Deadline. Wer jetzt handelt und die Anbindung rechtzeitig umsetzt, sichert nicht nur seine Sichtbarkeit bei Google, sondern stärkt nachhaltig den profitablen Direktvertrieb.

Fazit: Eigene Preisdaten sichern den Direktvertrieb

Das Ende der Drittanbieter-Feeds bei Google Hotel Ads ist für die Hotelbranche Fluch und Segen zugleich. Der technische Aufwand mag im ersten Moment abschrecken, doch der Zwang zur Datenhoheit bietet eine riesige Chance: Hotelbetreiber erlangen die volle Kontrolle über ihre Preisdarstellung zurück und stärken nachhaltig den profitablen Direktvertrieb gegenüber den großen Buchungsportalen. Wer die Umstellung bis zum 30. September verschläft, überlässt das Feld kampflos den OTAs und verliert wertvolle Sichtbarkeit. Wer jetzt gemeinsam mit seinen Software-Partnern die Weichen stellt, geht gestärkt aus der Änderung hervor. 

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Autor/in

Laura Bönning Paid Media Marketing (SEA)

Laura hat eine Leidenschaft für digitales Marketing und hat sich während ihrer Zeit im webnetz-Team zu einer Expertin im Bereich SEA und SMA entwickelt. Seit 2022 betreut sie Konten in verschiedenen Branchen, wobei sie stets ihr Fachwissen und ihre Kreativität einsetzt, um effektive Werbestrategien zu entwickeln und die Performance zu optimieren.
Abgesehen von ihrer beruflichen Tätigkeit ist Laura eine begeisterte Anhängerin des HSV und verbringt gerne ihre Freizeit damit, die Spiele ihres Lieblingsteams zu verfolgen. Neben dem Fußball ist sie auch ein großer Fan von Filmen und Serien. Diese Leidenschaft für Unterhaltung und Sport spiegelt sich auch in ihrer Kreativität und ihrem Engagement in ihrer beruflichen Arbeit wider.

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