Gemini, ChatGPT, Claude & Co. - welche KI-Player werden auf Social Media eigenen Ansprüchen gerecht?
Kaum ein Thema dominiert in den Medien, im Alltag wie im Business so stark wie Künstliche Intelligenz (KI). Headlines dokumentieren, wie stark Relevanz und Brisanz zugleich ausfallen: „KI würde fast immer Atomwaffen einsetzen“ (BILD), „KI-Chatbot Claude stürmt die Download-Charts“ (rnd.de), „Wird 2026 das Jahr der KI Exists?“ (Handelsblatt) oder „Gefährliche Schmeichler: Wie KI Chatbots uns systematisch ruinieren“ (Business Punk)
Anm.: Quellenangaben der hier genannten Medien finden sich am Ende dieser Analyse
Nicht zuletzt, weil die Bedeutung von Social Media für KI-Assistenten extrem hoch ist, hat webnetz im Rahmen seiner seit Jahren erfolgreichen Social Media Performance Check-Serie das redaktionelle Radar auf die KI Player-Branche ausgerichtet und die „Big Five“, die 5 bekanntesten KI Chatbots datenbasiert unter die Lupe genommen: ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic), Microsoft Copilot, Gemini (Google) und Perplexity.
Dass soziale Netzwerke sowohl als primäre Datenquelle für das Training und als eines der wichtigsten Anwendungsfelder gelten, zudem von großer Bedeutung für ChatGPT & Co. hinsichtlich der eigenen Kommunikation sind – bestätigt auch das erprompte Statement von Gemini explizit:
„Die Social-Media-Kommunikation ist für KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude (etc.) auf ihren eigenen Konten wichtig. Sie hilft beim Aufbau der Marke, schafft Vertrauen und bindet Nutzer. Diese Kanäle informieren und prägen die Identität der KI-Modelle.“
Weiterführend werden von Gemini im Rahmen der „strategischen Bedeutung“ der Plattformen für die KI-Player folgende Aspekte explizit betont:
· Humanisierung und Vertrauen
· Demonstration von Fähigkeiten
· Wettbewerb um Aufmerksamkeit
· Community-Building und Feedback
Anm.: Perplexity betreibt seit Februar 2025 mit Sonar und Sonar Pro ein eigenes In-House-Modell, das auf Llama 3.3 70B aufbaut und speziell für die Perplexity-Suche trainiert wurde, kombiniert eigene Modelle mit Drittmodellen und fungiert primär als AI-Search-Interface.
Die Social Media Challenge der KI Chatbots
Was dieser Social Media Check von webnetz liefert: Dieser Check bildet die Performance der Social Media Kommunikation der „Big Five“ auf den Plattformen Facebook, Instagram, TikTok und Linkedin datenbasiert in Rankings (Follower-Reichweitenpotenzial und User Resonanz) ab. Zudem wird der Content stichprobenartig begutachtet. Da wir via Prompt-Anfragen Statements der KI-Player zu der Bedeutung der Plattformen explizit erhalten haben, bildet unser Check auch ab, ob und wie Chat GPT & Co. ihren Ansprüchen tatsächlich gerecht werden in der Kommunikationspraxis.
Ergänzend zu den „Big Five“ werfen wir auch einen Seitenblick auf europäische KI-Player, mit deutschen Anbietern wie neuroflash oder Mistral AI aus Frankreich - von der ZDF Tagesschau „als europäische Antwort auf ChatGPT“ geadelt. Diese und 3 weitere europäische Player erweitern den Performance Check informativ, ohne in einen direkten Rankingvergleich mit den „Big Five“ gestellt zu werden.
Facebook: Kommunikation der KI-Player ohne KIck
Facebook spielt im Social-Media-Mix der KI-Assistenten aktuell nur eine untergeordnete Rolle. Nur drei der fünf Anbieter pflegen überhaupt einen eigenständigen Account. Auffällig ist dabei das Kräfteverhältnis zwischen Reichweite und Aktivierung: So misslingt es Perplexity, aus der größten Followerschaft auch die größtmögliche User Resonanz zu generieren. Auch bei ChatGPT mit der deutlich stärksten Community-Resonanz offenbart sich eine Beitragsbaustelle: Seit Ende Dezember 2025 wurde kein Content mehr geliefert.
Google und Microsoft: KI-Kommunikation über Konzernreichweite
Eigene Facebook-Accounts für ihre KI-Assistenten Gemini und Copilot betreiben weder Google noch Microsoft. Stattdessen wird KI-Content punktuell über die großen Konzernseiten ausgespielt, die mit ihrer enormen Reichweite (Google 35 Mio. und Microsoft 13 Mio. Follower) als Kommunikationshebel dienen.
ChatGPT: Spitzenreiter mit Posting-Pause
Seit dem letzten Post Ende Dezember 2025 ist der Facebook Account von ChatGPT inaktiv. Die starke Performance basiert auf einer vergleichsweise hohen Postingfrequenz am Anfang des Analysezeitraums 09/25 (70 Posts) sowie auf humorvoll aufbereiteten Content, der konkrete Anwendungsmöglichkeiten der KI aufzeigt – etwa rund um Prompt-Tipps oder produktive Alltagsnutzung. Hier ein gutes Beispiel, in dem humorvoll vorgeschlagen wird, den KI-Assistenten mit der „dümmsten Frage des Jahres 2025“ zu konfrontieren: Hier geht es zum Video.
Perplexity: Wenn Facebook zum Showcase für KI-Kollaboration wird
Perplexity nutzt Facebook vor allem, um neue Funktionen und Produktanwendungen zu erklären, zuletzt mit Fokus auf die Einführung von „Perplexity Computer“ und dessen Einsatzmöglichkeiten im Alltag. Besonderheit des Tools: Anders als klassische KI-Assistenten basiert Perplexity nicht primär auf einem eigenen Modell, sondern greift auf verschiedene führende KI-Systeme zurück und kombiniert deren jeweilige Stärken – etwa für Recherche, Programmierung oder Textarbeit – in einer gemeinsamen Anwendung. Hier geht’s zum Post, in dem Perplexity den neuen Computer-Modus inszeniert.
Perplexity Statement auf die Frage nach der Relevanz von Kommunikation auf Facebook
Perplexity hat auf unsere Eingabefrage, warum die Kommunikation auf Facebook eine hohe Relevanz hat, wie folgt geantwortet:
„Facebook bleibt trotz neuer Plattformen einer der wichtigsten Kanäle für Community-Aufbau und Markenvertrauen. Hier erreicht man breite, diverse Zielgruppen, kann direkt auf Feedback reagieren und durch gezielte Inhalte langfristige Beziehungen zu Nutzerinnen und Nutzern pflegen.“
Mit Blick auf die oben beschriebene Diskrepanz zwischen Followerschaft und User Resonanz bei Perplexity folgt auf die Erkenntnis dann allerdings keine adäquate Performance auf Facebook!
Instagram: Perplexity zeigt ChatGPT die Engagement-Grenzen auf
Auf Instagram gelingt es ChatGPT trotz deutlichem Follower-Vorsprung (3,2 Mio. Follower) nicht, die Spitzenposition im Ranking der User Reaktionen zu erreichen. Highperformer ist Perplexity, generiert mit deutlich kleinerer Community (1 Mio. Follower) etwa 1 Million Reaktionen. Microsoft Copilot bleibt im Ranking klar zurück, während Claude aktuell zwar nur auf Rang 4 liegt, jedoch mit spürbarem Follower-Wachstum an Dynamik gewinnt.
Follower-Boom auf dem Instagram Account von Claude
Aufgrund des weltweiten Echos im Kontext des Konflikts von Anthropic (Claude) mit dem US-Pentagon haben wir einen Blick auf den etwa 3wöchigen Zeitraum außerhalb unseres für die Rankings bestimmenden Analysezeitraums (01.09.25 – 01.03.26) geworfen. Das Ergebnis: Der Account von Claude verzeichnete am 1. März noch 450.000 Follower, innerhalb von nur 23 Tagen ereignete sich ein rasanter Wachstumsschub um 150.000 auf 600.000 Follower! Diese Followerzahl haben wir gemessen am 23.03.2026.
Code zum Erfolg von Claude: Aufklärung statt Hype
Die Instagram-Strategie von Claude ist stark edukativ ausgerichtet. Statt auf virale Unterhaltung setzt der Account vor allem auf erklärenden KI-Content, der konkrete Nutzungsszenarien und erste Schritte im Umgang mit dem Tool vermittelt. In Infografiken und Praxisbeispielen wird etwa transparent dargestellt, wie sich die Einnahmenstruktur zusammensetzt, mit rund 80 Prozent aus Unternehmensverträgen, etwa 20 Prozent aus bezahlten Abos und keinem Anteil aus Werbung. Hier geht es zum Post.
Zudem greift Claude kommunikativ Themen wie verantwortungsvolle KI-Nutzung auf und positioniert sich bewusst gegenüber kritisierten Branchenkooperationen im Markt. Diese Kombination aus Wissensvermittlung, Transparenz und klarer Haltung trägt dazu bei, Vertrauen aufzubauen und zuletzt spürbar Reichweite sowie neue Abonnenten zu generieren.
Statement von Microsoft Copilot über die Relevanz der Kommunikation auf Instagram
Wir haben den Lowperformer auf Instagram, Microsoft Copilot, direkt befragt, welche Relevanz die Kommunikation über den eigenen Instagram‑Account hat – und folgende Antwort erhalten:
„Kommunikation über den eigenen Instagram‑Account hat für Copilot eine hohe Relevanz, weil wir dort Nutzerinnen und Nutzer genau in ihrem alltäglichen digitalen Umfeld erreichen. Instagram ermöglicht es uns, komplexe Technologien niedrigschwellig, visuell und nahbar zu erklären – und damit Vertrauen, Verständnis und Markenbindung aufzubauen.“
Mit Blick auf die oben im Ranking abgebildete Lowperformance hinsichtlich Followerschaft und User Resonanz muss konstatiert werden, dass bei Microsoft Copilot zwischen Anspruch respektive Erkenntnis, Wirklichkeit und Kommunikationspraxis auf Instagram eine große Kluft vorherrscht!
Humor als Reichweitenhebel bei ChatGPT
ChatGPT setzt auf Instagram vor allem auf humorvollen, unterhaltsamen Content, der spielerisch zeigt, wofür das Tool im Alltag genutzt werden kann. Dazu gehören Meme-Formate oder Videos zu ungewöhnlichen Nutzungsszenarien, in denen User demonstrieren, wie ChatGPT bei kleinen Alltagsfragen oder absurden Situationen zum Einsatz kommt. Hier ein Biespiel für diese Art von Content.
ChatGPT im Prompt-Visier
Mit Blick auf die Instagram-Strategie haben wir auch ChatGPT selbst nach den Hintergründen gefragt – und folgendes Feedback erhalten:
„Auf Instagram geht es für uns darum, komplexe KI möglichst niedrigschwellig und alltagsnah erlebbar zu machen. Humorvolle, kurze Inhalte helfen dabei, Hemmschwellen abzubauen und gleichzeitig zu zeigen, welchen konkreten Nutzen das Tool im echten Leben haben kann.“
Welchen Nutzen die User allerdings aus der Posting-Pause von ChatGPT seit Ende Dezember 2025 ziehen sollen, bleibt vor dem Hintergrund dieser Prompt-Aussage schleierhaft. ;)
Formel 1-Star Hamilton powered die Perplexity-Performance
Die starke Instagram-Performance von Perplexity ist maßgeblich auf einen Duo-Post mit dem Formel 1-Star Lewis Hamilton zurückzuführen, der mit fast einer Million Reaktionen für über 90 % der gesamten Interaktionen im Analysezeitraum sorgt. In dem Post testet Hamilton spielerisch einen Perplexity-Prompt und kommentiert augenzwinkernd, er habe „noch etwas vor Vegas zu erledigen“ – eine Anspielung auf seine Reise zum Formel-1-Grand-Prix in Las Vegas. Der Case zeigt exemplarisch, wie stark prominente Creator als Reichweiten- und Aktivierungshebel für KI-Brands wirken können.
Auf TikTok wird insgesamt die stärkste Kommunikationskraft aktiviert
Die Performance Power auf TikTok stellt die anderen Plattformen deutlich in den Schatten. Nur Perplexity steckt auf TikTok noch in den Kinderschuhen, verharrt durchgängig inaktiv auf seinem Account im sechsmonatigen Bemessungszeitraum. Google Gemini dominiert das Ranking überdeutlich mit nahezu einer Milliarde Reaktionen. Eine Reichweite, die einen meilenweiten Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern Microsoft Copilot, ChatGPT und Claude erzeugt.
Obwohl ChatGPT mehr als dreimal so viele Follower hat wie Google Gemini, enteilt der KI-Player von Google mit mehr als dem Vierzigfachen an Impressionen. Auf dem ChatGPT-Account wird verstärkt auf Corporate Influencer gesetzt, die in motivierenden Videos zeigen, wie KI dabei helfen kann, persönliche Ziele zu verfolgen und kreative Ideen umzusetzen, statt sie nur für funktionale Aufgaben wie das Optimieren von E-Mails zu nutzen.
TikTok-Taktik von Gemini geht vollends auf
Die TikTok-Performance von Gemini gilt klar als Best Practice. Der Account schafft es, KI-Inhalte niedrigschwellig und humorvoll aufzubereiten, ohne dabei den informativen Mehrwert zu verlieren. Regelmäßige Update-Formate zeigen neue Funktionen anschaulich im Alltagseinsatz, etwa wenn mithilfe von Tierbildern und Prompts kurze, kreative Soundtracks erstellt werden. Hier das Beispielvideo.
Neben diesen kurzen, viralen Clips funktionieren auch längere Erklärvideos, in denen neue Features detaillierter vorgestellt werden. So wird gezeigt, wie hochgeladene Sportvideos von Gemini analysiert und wie von einem persönlichen Trainer ausgewertet werden können.
Wir haben Claude selbst gefragt, warum Kommunikation auf TikTok hohe Relevanz hat – und erhielten prompt diese Antwort:
„TikTok ist für KI-Anbieter wie Claude kein optionaler Kanal, sondern eine strategische Notwendigkeit. Die Plattform erreicht Millionen Menschen dort, wo sie täglich Inhalte konsumieren – in kurzen, aufmerksamkeitsstarken Formaten. Wer KI-Technologie erklären und Vertrauen aufbauen will, muss komplexe Themen in unter 60 Sekunden greifbar machen können. Für KI-Marken ist TikTok daher nicht nur Reichweitenoptimierung, sondern ein direktes Signal an eine junge, technikaffine Zielgruppe: Wir sind zugänglich, wir erklären uns – wir gehören zu eurem Alltag."
Gemessen an der Erkenntnis, dass TikTok eine strategische Notwendigkeit darstellt, mobilisiert Claude allerdings nicht die notwendige Kommunikationskraft auf dieser Plattform im Vergleich zu den Performancewerten vor allem von Gemini und Copilot
Copilot punktet mit Use Cases, nicht mit Viralität
Bei Microsoft Copilot zeigt sich eine ungleichmäßige Performance. Viele der rund 57 Videos im Analysezeitraum bleiben unter 10.000 Views, während nur einzelne Clips höhere Reichweiten erzielen. Inhaltlich setzt der Account vor allem auf informativen Use-Case-Content, etwa zur Nutzung als digitaler Travel Agent, erreicht damit jedoch nicht die Viralitätsdynamik von Google Gemini.
LinkedIn: Claude generiert starke Reichweite auf eigenem Account
Über die Rolle von LinkedIn im Marketingmix der KI-Assistenten hat sich ChatGPT prompt entlocken lassen:
„LinkedIn ist für KI-Assistenten wichtig, weil dort eine beruflich geprägte Zielgruppe erreicht wird, die konkrete Anwendungsfälle und Produktivitätspotenziale versteht. Ein eigener Account hilft, den Nutzen der KI greifbar zu machen, Vertrauen aufzubauen und eine direkte Beziehung zur Community jenseits der Unternehmensmarke zu entwickeln.“
Ein Beispiel dafür, wie ChatGPT LinkedIn gezielt fürs Recruiting nutzt, zeigt dieser Post zur Ansprache neuer Talente – und macht deutlich, dass der Kanal nicht nur für Produkt-Updates, sondern auch strategisch zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber eingesetzt wird. Hier geht es zum Post.
Perplexity nutzt LinkedIn vor allem, um Produkt-Updates, neue Achievements und konkrete Use Cases sichtbar zu machen und diese mit klaren Text-Bild-Formaten für die Business-Community aufzubereiten. Ein Beispiel ist dieser Post zur Einführung neuer personalisierter Funktionen.
Europäische KI Player spielen auf Social Media nicht in der höchsten Liga
Ein Seitenblick auf fünf europäische KI-Tools zeigt vor allem eines: Im Social-Media-Vergleich mit den großen US-Anbietern spielt Europa bislang nur eine Nebenrolle. Der mit Abstand stärkste Wert kommt von Mistral AI aus Frankreich, das auf LinkedIn rund 606.000 Follower erreicht und damit als einziger europäischer Player überhaupt nennenswerte Sichtbarkeit aufbaut. Doch selbst dieser Wert würde im US-Vergleich nicht einmal für die Top 3 reichen. Die deutschen Anbieter Aleph Alpha mit rund 70.000, Black Forest Labs mit etwa 50.000, Langdock mit rund 15.000 und Neuroflash mit nur 6.000 Followern auf LinkedIn bleiben deutlich dahinter zurück.
Mistral AI gilt als einer der wenigen europäischen Anbieter, der sich tatsächlich mit den großen US-KI-Assistenten vergleichen lässt. Das Unternehmen entwickelt leistungsstarke Sprachmodelle und positioniert sich als europäische Alternative mit besonderem Fokus auf Datenschutz, regulatorische Anforderungen und technologische Souveränität innerhalb der EU. Auf LinkedIn nutzt Mistral AI den Kanal vor allem, um strategische Kooperationen zu kommunizieren, etwa mit dem Chip-Konzern Nvidia, sowie um neue Produkt-Updates und Unternehmens-Achievements sichtbar zu machen.
Die deutschen Anbieter verfolgen dagegen stärker spezialisierte KI-Ansätze: Neuroflash fokussiert sich auf Marketing- und Content-KI mit Assistenzfunktionen für Markenkommunikation. Aleph Alpha entwickelt KI-Modelle vor allem für Unternehmen, Behörden und industrielle Anwendungen. Langdock positioniert sich als Produktivitäts- und Team-KI, die Workflows in Unternehmen automatisiert und integriert. Black Forest Labs arbeitet an generativer KI, insbesondere im Bereich Bild- und Medienerstellung, und adressiert damit kreative sowie technologische Use Cases.
Im Social-Media-Vergleich zeigt sich bereits jetzt ein klares Muster: LinkedIn ist bei allen europäischen Tools der zentrale Kommunikationskanal, während Instagram, Facebook oder TikTok deutlich weniger strategisch genutzt werden oder teilweise gar keine eigenen Accounts existieren.
Das passt zwar teilweise zur stärkeren B2B- und Infrastruktur-Ausrichtung vieler europäischer Anbieter, zeigt aber auch, wie viel kommunikatives Potenzial derzeit liegen gelassen wird. Denn gerade in einem dynamischen KI-Markt kann Social Media nicht nur Reichweite schaffen, sondern auch Vertrauen, Sichtbarkeit und ein klares Profil im Wettbewerb aufbauen. Wer technologisch relevant sein will, sollte das eigene Narrativ nicht allein dem Produkt überlassen.
Hidden Champions statt Consumer Brands:
Viele europäische KI-Player sind keine klassischen Endnutzer-Produkte, sondern arbeiten im Hintergrund für Unternehmen, Behörden oder Plattformen. Dadurch fehlt häufig die emotionale Story oder der Entertainment-Content, der Social Media treibt. Gleichzeitig liegt hier eine Chance: Use-Case-Storytelling aus realen Projekten könnte Reichweite erzeugen.
Fazit
Humor schlägt Komplexität: Humorvoller Content, der spielerisch zeigt, was mit den KI-Tools möglich ist, erweist sich als zentraler Erfolgsfaktor. Niedrigschwellige Formate senken Einstiegshürden und machen abstrakte Technologie für breite Zielgruppen erlebbar.
Social Media als Wachstumshebel: Gerade im stark umkämpften KI-Markt ist eine klare Positionierung auf Social Media entscheidend. Reichweite, Community-Aufbau und Vertrauen lassen sich hier schneller skalieren als über klassische Kommunikationskanäle.
Creator entscheiden über Viralität: Einzelne Creator-Kooperationen oder prominente Collab-Posts können Rankings sichtbar verschieben. Die Fähigkeit, Reichweite über Persönlichkeiten zu aktivieren, wird zunehmend zum strategischen Wettbewerbsvorteil.
Europa hinkt kommunikativ hinterher: Während US-KI-Assistenten Social Media gezielt als Reichweiten- und Markenhebel nutzen, setzen viele europäische Anbieter bislang fast ausschließlich auf LinkedIn und verzichten auf eine breitere Plattformstrategie. Dadurch bleibt erhebliches Sichtbarkeits- und Wachstumspotenzial ungenutzt.
Emotionale Intelligenz begrüßend grüßt euch
Friedhelm
Autor: Friedhelm Mienert / webnetz
Autor/in
Friedhelm Mienert Public Relations
Friedhelm feiert bei uns seit 2017 sein Comeback in der Agenturwelt. Einst zwei Jahrzehnte lang im Zusammenspiel mit klassischen Marketingpartnern erprobt, greift der leidenschaftliche Fußballliebhaber nun in der Tiefe des WWW-Raumes an, um digitale Doppelpässe zu zelebrieren. Auch seine Erfahrung als Journalist und PR-Mann bringt der dreifache Familienvater im webnetz-Team mit ein. Der begeisterte Läufer schwärmt für Amateursportler, die alles geben, was in ihnen steckt.